zurück zur Seite "Spezial"
Vesta-Forschung

Astronomisches:
Man schätzt, dass zwischen Mars und Jupiter bis zu zehn Millionen Kleinplaneten um die Sonne kreisen (auch Planetoiden oder Asteroiden genannt). Ihre Gesamtmasse ist geringer als die des Erdmondes - so dass die alte Theorie, dass es sich bei diesen Himmelskörpern um Trümmerstücke eines ehemaligen Planeten handle, in der Fachwelt heute kaum noch ernsthaft diskutiert wird. Eine Alternativtheorie besagt, dass diese Bruchstücke eben noch nicht zu einem Planeten kondensiert seien.
Schon Kepler hatte im Jahre 1596 zwischen Mars und Jupiter einen bisher unentdeckten Planeten vermutet. 1772 stellten Titius und Bode eine Formel auf, in die sich die Abstände aller bis dato bekannten Planeten sehr gut einreihten. Tatsächlich passt auch der wenige Jahrzehnte später entdeckte Asteroidengürtel genau in die mit der Titius-Bode-Regel berechnete Lücke.
Ceres, der größte Planetoid, besitzt einen Durchmesser von ca. 1000 km. (Zum Vergleich: Pluto, der kleinste reguläre Planet, hat einen Durchmesser von etwa 2400 km - wobei eigtl. noch dessen ungefähr halb so großer Mond Charon hinzuzurechnen wäre.) Bei den Kleinsten der Planetoiden handelt es sich um unförmige, kartoffelähnliche Gesteinsbrocken. Nur die größeren besitzen wie die Planeten eine kugelförmige Gestalt.
In einer konzertierten Aktion europäischer Astronomen wurde Ceres im Jahre 1801 als erster Planetoid entdeckt; danach Pallas und Juno, und als vierter Kleinplanet Vesta. Mit seinen ca. 550 km Durchmesser ist dieser Planetoid zwar nur der drittgrößte, dafür aber der hellste (Helligkeitsstufe 6, wie Uranus, d.h. mit bloßem Auge beinahe sichtbar).
Die Vesta zeichnet sich astrophysikalisch noch durch weitere Besonderheiten aus: Ihre Umlaufbahn besitzt eine nur geringe Exzentrizität, d.h. fast Kreisform, sowie eine geringe Deklination (liegt also in der Nähe der Ekliptik). Auffällig ist jedoch vor allem ihre Morphologie/ innere Zusammensetzung: Mit dem Hubble-Teleskop wurde festgestellt, dass die Vesta - ganz wie die Großplaneten - über verschiedene Wärmeschichten verfügt. D.h. sie besitzt eine innere Hitzequelle, vielleicht sogar einen flüssigen bzw. geschmolzenen Kern. Sie besteht ganz aus Vulkangestein - welches ähnlich ist den Laven der Erde und des Mondes. Es scheint sich bei ihr um einen einzigen, riesigen kosmischen Vulkankrater zu handeln.

Wilhelm OlbersEntdeckt wurde die Vesta am 29.3.1807 von dem Bremer Hobby-Astronomen Wilhelm Olbers - lt. astronomischer Quelle um "kurz nach 8 Uhr abends". Olbers hatte 1802 schon einen anderen Planetoiden, nämlich die Pallas entdeckt, und überließ das Recht der Namensgebung deshalb großzügig dem jungen Mathematiker Carl Friedrich GaußCarl Friedrich Gauß. Dieser hatte kurz zuvor eine epochale mathematische Formel zur Bahnbestimmung bzw. Auffindung der Planetoiden geliefert und nahm die ihm angbotene "Planeten-Patenschaft" gerne an. (Er antwortete Olbers:) "Ich weiß dem Planeten keinen schöneren Namen zu geben, als den der Göttin, die die Völker der alten Zeit zur Schutzgöttin der reinen Sitten, der makellosen Tugend und des häuslichen Glücks machten. Finden Sie also meine Wahl nicht unschicklich, so heiße Ihr Töchterlein Vesta!"

Entdeckungshoroskop:

Im Horoskop des Entdeckungszeitpunktes fallen zwei Punkte auf:

  • Jupiter am IC (mit Chiron), d.h. - gemäß astrologischer Symbolik - in jedem Falle ein starker innerer bzw. psychischer Bezug.
  • eine Betonung der Achse "Ich - Du": Der IC-Herrscher Uranus befindet sich am Aszendenten, die Venus als Aszendentenherrscher (mit Merkur) am Deszendenten; womit zugleich eine Opposition Venus-Uranus gegeben ist.

Vesta-Entdeckung am 29.3.1807Daraus lässt sich (interpretatorisch) schließen, dass eine in einem Persönlichkeits-Radix stark gestellte Vesta dauerhaften, stabilen Bindungen und Beziehungen nicht gerade zuträglich ist - dafür aber günstig für Freundschaften sowie für die jeweilige innere Entwicklungsdynamik bzw. für Psychologie...

Mythologisches:
Im alten Rom galt Vesta als Schutzgöttin des Staates. Der Legende zufolge war die Mutter des Stadtgründers Romulus eine sog. Vestalin (Vesta-Priesterin). Im wichtigsten Vesta-Heiligtum, einem Rundtempel auf dem Forum Romanum, brannte ein "ewiges" Feuer, das "mystische Herz" des Römischen Reiches.
Schon die griechischen Stadtstaaten hatten meist eine öffentliche Feuerstelle mit einem heiligen Feuer - zu Ehren der Hestia, dem griechischen Äquivalent der Vesta. Hestia trat im griechischen Pantheon (Götterhimmel) nur wenig in Erscheinung - obwohl sie vom Geburtsrecht her ihren Brüdern Zeus (Jupiter), Poseidon (Neptun) und Hades (Pluto) durchaus gleichgestellt war. Sie wirkte eher still im Hintergrund; die Griechen statteten sie mit keinem personalisierten Mythos aus. So existierten auch keine öffentlichen Statuen von ihr. Nicht einmal in ihren Tempeln wurde ein Kultbild von ihr aufgestellt. Man stellte sie sich beinahe gestaltlos bzw. abstrakt vor. Auf Abbildungen trug sie höchstens eine Fackel oder Opferschale.
Als wärmende, "lebendige Flamme" (viva flamma) war Hestia in jeder häuslichen Feuerstelle, im normalen Küchenherd präsent. Sie war der Brennpunkt, d.h. der Sammel- und Ausgangspunkt des weltlichen Tuns, gewissermaßen der "Nabel", innere Ruhepol bzw. das verborgene Zentrum der Welt. Den mystischen Pythagoreern galt sie als Mitte der Erde bzw. des - kugelförmig vorgestellten - Universums und des Zodiaks (Tierkreises).
Vermutlich in Analogie zu dieser Funktion als Zentralprinzip sah man die Vesta (lt. Meier-Parm) auch als Göttin des Mahlens und Backens. Sie war zuständig für die Mehlzubereitung, für den Sauerteig. Als ihr heiliges Tier galt der - das Mühlrad bzw. den Mahlstein bewegende - Esel (sonst eher dem Saturn zugeordnet).
asinus (Esel) Die Feuerverehrung als solche ist eines der ältesten religiösen Rituale und nahm bei den indogermanischen Völkern einen wichtigen Platz ein. Bis heute halten die Parsen das Feuer für die irdische Manifestation des Göttlichen oder himmlischen Lichts. Auch für einige alte griechische Philosophen (vor Plato) war das Feuer die Ursubstanz schlechthin, der Lebensgrund allen Seins. In hinduistischen Zeremonien spielt die sog. Puja (ein von Gesängen begleitetes Schwenken einer Feuerschale vor dem Kultbild) noch immer eine wesentliche Rolle.
Mythologiegeschichtlich ist anzunehmen, dass es sich bei den Göttinnen Vesta und Hestia um die Überreste einer viel älteren, archaischen Göttin handelt - um die domestizierten Relikte etwa der Großen Mutter bzw. der Großen Göttin. Die Zeugungskraft der Großen Mutter stellte man sich als Feuer bzw. Licht vor. Ihre spätere Verehrung als "Herdfeuer" (lat. focus) bei Griechen und Römern repräsentiert entwicklungsgeschichtlich eine Bändigung bzw. Kultivierung (soziale Einbindung, Fassung) des ursprünglichen, archaischen Feuers. (Bis heute wird das olympische Feuer übrigens noch mit einem Brennglas/ Fokus entzündet.) In jeder kulturellen Entwicklung ist - schon allein zur Nahrungszubereitung - eine Zähmung bzw. kontrollierte Handhabung der eigentlich zerstörerischen Feuerkraft unabdingbar.
Möglicherweise steckt hinter dem Vesta-Mythos ein der indischen Shakti verwandtes Prinzip: eine universelle, alles belebende Schöpfungskraft; eine weibliche Ur-Energie, ohne die es keine physische Manifestation - in hinduistischer Terminologie "Maya" oder" lila" - gäbe bzw. von welcher die Welt permanent aufrechterhalten wird. Die Shakti ist das weibliche Pendant des zerstörerischen Gottes Shiva. Sie ist die Ur-Mutter alles Geschaffenen, ähnlich formlos wie Vesta und Hestia - und wird meist als Yoni (sakrale Darstellung des weiblichen Geschlechtsorgans) dargestellt bzw. - im Tantra - als Kundalini-Schlange, die (eingerollt) tief unten im menschlichen Energiekörper ruht.

Aus Vestas bzw. Hestias Mythologie (und Astronomie) lassen sich zusammenfassend mehrere Charakteristika ableiten:

  1. Sie besitzt erhebliche Energie, (transformatorische) Kraft.
  2. Sie ist eher nach innen gerichtet (wirkt zentrierend), also eine Art "inneres Feuer".
  3. Sie scheint verbunden mit den römischen Tugenden Mut und Tappferkeit, sowie mit einem starken Willen.
  4. Als älteste Tochter von Kronos-Saturn erbte sie von diesem die Gabe der Konzentration und Verpflichtung.
  5. Ihre Energie wirkt grundsätzlich konstruktiv, da normalerweise kulturell-sozial eingebunden; dennoch kann sie sich - in Umbruchs- und Krisenzeiten - als archaisch-unkontrolliert entpuppen, d.h. sich als durchaus bedrohlich und gefährlich zeigen.

frühere Autoren:
Als bisherige astrologische Autoren über die Vesta sind im wesentlichen zu nennen:
- Christian Meier-Parm, Der Planetoid Vesta, Aalen 1974
- Demetra George, Das Buch der Asteroiden, (deutsch) Mössingen 1991
- Hans-Hinrich Taeger, diverse Schriften (u.a. im Internet), um 1990
- Claus Stahl, Vesta - das innere Feuer, Tübingen 2001

Nach unserer Ansicht liegen diese Autoren in ihrer Sicht und Bewertung der Vesta teils richtig, teils falsch. Betont werden von ihnen einerseits wichtige Punkte der Bedeutung der Vesta; andererseits zeigen sie jeweils auch eine deutliche Voreingenommenheit dem Thema gegenüber. Ein neu entdeckter Himmelskörper, zumal ohne ausgefeilte Mythologie, stellt ja als "tabula rasa" bzw. freie Projektionsfläche eine große Versuchung dar, darin eigene Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte verkörpert zu sehen.
So klebt Meier-Parm in seiner Sichtweise des Planetoiden übertrieben am Prinzip der Häuslichkeit/ Behausung, am Attribut des "umgrenzten Raums" - gerade bei seiner Deutung der Vesta-Transite.
George war - in den 70ern - nach unserer Auffassung zu sehr emanzipatorisch-frauenbewegt. Sie sah die vier großen Planetoiden (Ceres, Pallas, Juno und Vesta) bzw. den Asteroidengürtel insgesamt als Repräsentanten einer neuen Weiblichkeit. In Gegenbewegung zur prüden amerikanischen Kultur, hergeleitet aus der überlierferten Keuschheit der Vestalinnen, verband sie die Vesta zu vordergründig mit der Sexualität.
Taeger gar verknüpfte seinen Lieblings-Himmelskörper mit tantrischer Sexualität - worüber sich (trotz des Autors spiritueller Präokkupation) zumindest nachdenken ließe, zumal der Vesta ein durchaus ekstatisches Moment zu eigen ist, und sie (mythologiegeschichtlich) im griechischen Götterhimmel durch den Weingott Dionysos verdrängt wurde. Nicht nachzuvollziehen ist jedoch, dass Taeger die Vesta so massiv als Herrscher über das Tierkreiszeichen Jungfrau protegiert - vermutlich (sinnbildlich) abgeleitet von der den Küchenherd bedienenden Magd (Jungfrau), was mythologisch bzw. symbolisch jedoch nicht korrekt ist. Die Vesta ist in jedem Fall von konzentrierter, feuriger Natur, intensiv glühend - und wäre von daher eher dem Zeichen Löwe zuzuordnen als dem labilen, stets auf Anpasssung bedachten Erdzeichen Jungfrau.
Zu fragen ist grundsätzlich, ob das astrologische System überhaupt insoweit vervollständigt bzw. "perfektioniert" werden muss, dass man krampfhaft zu jedem Tierkreiszeichen einen ihm exklusiv zugehörigen Planeten aufspürt... Im Vergleich zu den herkömmlichen Planeten besitzt die Vesta zu wenig an eigenem Charakter/ Persönlichkeit. Ihr mangelt es an einer differenzierten, komplexen Mythologie - so dass man ihr nicht guten Gewissens den Status eines Planeten (und Zeichenherrschers) zubilligen kann. (Die wissenschaftliche Astronomie spricht es ebenfalls deutlich aus: Bei Vesta handelt es sich um einen Kleinplaneten bzw. Planetoiden, nicht um einen Planeten...)
Stahls neue Vesta-Monographie ist am ehesten zu empfehlen. Allerdings bringt auch er - vor dem Hintergrund der Existenzphilosophie - die Vesta zu sehr in Verbindung mit dem sog. Selbst bzw. mit dem Motiv der Selbstentfremdung.

Vielleicht liegt aber auch die Ursache dafür, dass die bisherigen Autoren die Vesta-Qualität teilweise falsch interpretierten, in der schlechten (astronomischen) Datenlage begründet. Denn erst Anfang der 1970er Jahre konnte man auf eine einigermaßen vollständige Vesta-Ephemeride zurückgreifen. Bis heute ist in die gängige Astro-Software nur in den seltensten Fällen eine Vesta-Option eingebaut . Und vielfach wird die Vesta-Position von den Programmen immer noch nicht korrekt berechnet (lobenswerte Ausnahme: das - die Treindl-Routine verwendende - Freeware-Programm "Astrolog" von Walter Pullen). So hätten wir uns etwa nicht träumen lassen, den Inhalt der Taeger-Bände etwa diesbezüglich einmal in die Rubrik "dirty data" einordnen zu müssen...
Hestia Dennoch berichten Parm und insbesondere George auch viel Zutreffendes über die Vesta: Nach Parm will sie stets das Echte, Eigentliche bzw. Wesentliche. Zu eigen sei ihr eine rücksichtslose Konsequenz, gerade auch der eigenen Person gegenüber. Für George ist sie der Inbegriff des Workaholic, des Fanatikers, Enthusiasten. Der Vesta haftet etwas Strenges, Unbedingtes an; groß ist ihre Hingabe an eine Mission/ ein Ideal. Dabei ist sie fähig zu Opfer, Verzicht und Askese, d.h. zu einer Sublimation der sexuellen Energie (Kundalini). Sie sammelt/ bündelt Energie, konzentriert oder fokussiert diese auf einen Punkt. Sie gewährt große Selbstdisziplin bzw. innere Stärke, lenkt auf eine Tätigkeit die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Man kann sich mit ihr einer Sache ganz widmen, sich dieser innerlich verpflichten. Sie ist anspruchsvoll, überkritisch bzw. perfektionistisch. Dabei besteht natürlich ebenso die Gefahr einer Verfestigung oder Fixierung. Gegeben ist aber auch ein enormes Potential zur Selbsterneuerung, Regeneration.

Eigene Forschung:
In unseren empirischen Studien gingen wir davon aus, dass eine eigenständige Qualität der Vesta am besten zu erkennen sei, wenn man Radices von Personen oder Ereignissen auf enge Aspektverbindungen mit dieser hin untersucht. Die archetypischen Muster und Energien der zehn Planeten sind ja hinlänglich bekannt. Die Fragestellung war also, inwieweit ein Aspekt (enger Orbis!) der Vesta mit z.B. Jupiter oder Mars dessen Wirkung verändert bzw. "verfärbt".
Herangezogen wurden ca. 1000 Horoskope - überwiegend aus den Taeger-Lexika und dem Hoppmann-Archiv. Als am aufschlussreichsten bzw. lohnendsten erwies sich jedoch - wieder einmal - das Studium der Geburtshoroskope von persönlichen Bekannten. Prominenten-Horoskope haben den großen Nachteil, dass der Forscher die Horoskopeigner nicht in ihrer lebendigen Ganzheit erfahren kann. In der Regel erhält der Astroforscher (wie jeder andere Mensch) von Promis über die Medien immer nur ein gefiltertes, ausschnitthaftes (um nicht zu sagen verzerrtes), jedenfalls unvollständiges Profil geboten. Bestimmte Seiten der jeweiligen Persönlichkeit, die für eine in die Tiefe gehende Deutung eigrntlich unabdingbar sind, kriegt man überhaupt nicht zu Gesicht.
Was Ereignisdaten angeht, scheinen Vesta-Aspekte eine Rolle zu spielen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und UFO-Sichtungen. Allerdings war hier die Datenbasis zu gering, um Abschließendes aussagen zu können.
Auffällig in vielen untersuchten Horoskopen war eine häufig enge Verbindung der Vesta mit Chiron. Dieser Zusammenhang könnte aber auch astronomische Gründe haben (sprich: es könnte eine Abhängigkeit der Umlaufbahnen vorliegen).

Vesta-Bedeutung:
Das überraschendste Ergebnis der Daten-Auswertung: Eine Abweichung, "Verfälschung" der reinen Mars-, Venus-Qualität usw. durch einen Aspekt mit der Vesta war nicht festzustellen. Dies hieß allerdings nicht, dass der Vesta keine Wirkung zukam; im Gegenteil: Zu beobachten war stets eine Erhöhung, Intensivierung, Verschärfung der Energie des mit Vesta verbundenen Planeten. Vesta verstärkt ein Thema (Hausposition, aspektierter Planet) ungeheuer. Sie bringt eine enorme Kraft, eine fast übermenschliche Leidenschaft in dem jeweiligen Tun, eine hohe Opferbereitschaft, selbstvergessene Hingabe an ein gewähltes Ziel. Ehrgeiz und Ambition sind mit ihr erheblich; sie ist mit dem Erreichten kaum jemals zufrieden.
Wo gehobelt wird, fallen Späne. Vestas reinigende und verzehrende Energie kann in ihrer unersättlichen Leidenschaft durchaus "verbrannte Erde" hinterlassen. Beziehungsweise - um im Bild der heißen Herdplatte zu bleiben - man kann sich an ihr auch "die Finger verbrennen". Ein anderes einprägsames Bild für die Vesta: ein glühendes Stück Kohle...
Der Vesta scheinen einige der üblicherweise Pluto zugeschriebenen Eigenschaften zuzukommen: Sie ist relativ unbedingt, konsequent, kompromisslos. Sie ist zäh, hartnäckig, eigensinnig, stur und störrisch (man denke an die Figur des Esels), nachdrücklich drängend bzw. insistierend (von ihrem Vorhaben nicht ablassend). Sie geht u.U. bis zum Letzten/ Äußersten - eine unvernünftige, irrationale Attitüde, die bis zur Destruktivität (Selbstzerstörung, d.h. nach innen gerichtet) reichen kann - und jedenfalls nicht zu dem gemutmaßten Tierkreiszeichen Jungfrau passt. Entsprechend kommt ihr auch eine transformatorische Funktion zu, ein gewisser katalytischer Effekt.
Ein Schlüsselbegriff zum Verständnis der Vesta im individuellen Horoskop ist der des Fokus (Brennglases), d.h. einer Konzentration, Zentrierung - auf Stellen/ Punkte (siehe aspektierter Planet, Hausposition), die dem Horoskopeigner besonders dringlich sind. Vesta lenkt die Aufmerksamkeit auf Bereiche, in die sehr viel Aufwand bzw. Energie investiert, worauf eine starke Willenskraft und innere Bestimmtheit gerichtet wird - wo der Horoskopeigner aber auch sehr empfindlich und verletzlich ist (wunder Punkt).
Als eine Art Linse/ Vergrößerungsglas beleuchtet die Vesta einen markanten Schwerpunkt im jeweiligen Horoskop; sie weist hin auf eine große Bedeutung des/ der von ihr a-spizierten ("angeblickten") Planeten. Dadurch gibt sie dem beratenden Astrologen ein unschätzbares Instrument an die Hand; sie sagt ihm gewissermaßen: "Da schau hin! Dieses Haus, dieser Planet (mit dem ich verbunden bin) ist ein wichtiges Thema, das du nicht übersehen solltest. Hier ist eine Problemzone, mit der du dich bei deiner Deutung des Horoskops näher beschäftigen, worauf du dein Augenmerk legen solltest." Die Vesta-Position im Radix bezeichnet einen Punkt, an dem ein intensives Feuer brennt - eine Kraft archaischen Ursprungs, der auch Unmäßiges, Radikales, Extremes, fast Unmenschliches anhaftet; eine Energie, die - um nicht zerstörerisch, sondern konstruktiv zu wirken - der Disziplinierung, Zähmung, Zivilisierung bzw. der sozial-kulturellen Einbindung (einer "Fassung", eines "Gefäßes") bedarf.
Nach unseren Beobachtungen kann die Vesta nicht als völlig eigenständiger Horoskopfaktor gelten. Sie ist eher Merkmal-verstärkend, kehrt bestimmte - aber wesentliche - Facetten eines Horoskopes schärfer hervor. Sie hat nur wenig eigene Färbung - außer einer gewissen "Rauhheit", "Unausgeglichenheit" bzw."Überdrehtheit". Doch wird ihre mögliche Eigenqualität in jedem Falle überdeckt von dem energetischen Moment, von ihrer "Power". In Kombination mit den regulären Planeten verhält sie sich relativ neutral. D.h. es erfolgt keine sog. "Mischung der Kräfte" - sondern lediglich eine Intensivierung und Dynamisierung des schon Vorhandenen. Eigentlich ist dieser Umstand nicht weiter verwunderlich, wenn man an das Fehlen einer nennenswerten Vesta-Mythologie denkt. Die Vesta besitzt keinen ausgeprägten eigenen Charakter, kein deutlich konturiertes Gesicht, keine differenzierte Persönlichkeit. Um sie ranken sich keine der für die anderen Planeten bzw. Götter typischen Geschichten und Legenden. Dazu ist sie vermutlich zu urtümlich (primitiv, fundamental) - aber nichtsdestotrotz stark wirksam und spürbar, d.h. in unseren Augen eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Horoskopdeutung.

Vesta-Aspekte:
Als ein Resultat unserer Forschung sollen nachfolgend einige Stichworte zur Interpretation der Vesta in ihrer Kombination mit den verschiedenen Planeten gegeben werden (inkl. einiger Beispiele). Nach unserem Eindruck wirkt die Vesta besonders stark bei Konjunktionen. Aber auch bei Opposition, Quadrat, Trigon, Sextil und Quinkunx ist ihre Wirkung spürbar. Grundsätzlich intensiviert sie die aspektierten Planeten, spornt sie an zu Höchstleistungen. Der von Vesta aspektierte Planet zeigt meist etwas Übertriebenes, Außerordentliches bzw. Ungewöhnliches.
Eine eigene Qualität der Vesta wäre am ehesten erkennbar bei ihren Aspekten mit Aszendent, MC und Sonne:

Aszendent: Eine Konjunktion der Vesta mit dem Aszendenten zeigen der Entwicklungs- und Erkenntnis-Psychologe Jean Piaget und der ehemalige bundesdeutsche Verteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (im Widder; sein Kennzeichen: die schneidende Stimme). Eine Opposition Vesta-Aszendent sehen wir bei dem Ausnahmemusiker Stevie Wonder (Neptun zugleich am Aszendenten, Vesta zusätzlich Trigon Puto und im Quadrat zum MC) und bei dem vormaligen US-Präsidenten Bill Clinton (Vesta außerdem trigonal Merkur sowie Mars-Neptun am Aszendenten; die spezielle Intensität seiner Begegnungen ist wohl nicht zu leugnen :-)).

Medium Coeli: Eine Konjunktion der Vesta mit dem MC finden wir bei der schrillen, exaltierten Sängerin Nina Hagen (gleichzeitig ein Quadrat zu Sonne und Aszendent) und bei dem RAF-Terroristen Christian Klar (plus Vesta im Trigon zu Jupiter und im Sextil zu Mars). Vesta am IC hat der RAF-Mitbegründer Andreas Baader (Vesta noch im Quinkunx zu Mars), ein Quadrat Vesta-MC die Opern-Diva Maria Callas (plus Vesta Konjunktion Sonne in Haus Eins).

Sonne: Eine Konjunktion Sonne-Vesta sehen wir bei den Psychotherapeuten Alfred Adler (im Quadrat zu Pluto sowie im Quinkunx zu Uranus; Stichwort "Macht-Psychologie"), bei Carl Gustav Jung (Quadrat Neptun; "Tiefenpsychologie") und bei Fritz Perls, dem Entwickler der Gestalttherapie. Über eine Konjunktion verfügen außerdem Caroline von Monaco (im Trigon zu Jupiter, Quadrat Neptun und Opposition Uranus), der niederländische Showmaster Rudi Carrell (im Schützen), sowie die - ob ihres professionell-disziplinierten Energie- und Willenspotentials beeindruckende - Tennisspielerin Steffi Graf (in den Zwillingen, Quadrat Puto). Ein Quadrat Vesta-Sonne haben der aktuelle deutsche Außenminister Joschka Fischer (Sonne am Aszendenten; Markenzeichen ebenfalls die knarrende Stimme) und die amerikanische Sängerin Barbra Streisand (im T-Quadrat mit Pluto). Ein Trigon besaß der eigenwillige und provokative Regisseur Rainer Maria Fassbinder (verbunden mit Saturn und Pluto).

Mond: Die Verbindung von Mond und Vesta scheint eine besondere Popularität ("Beliebtheit beim Volk") zu bringen, eine Gefühlsbetonung bzw. einen leichten Zugang zum Seelischen; evtl. auch einen Mutter-Komplex.
Eine Konjunktion sehen wir bei dem Erzähler Hermann Hesse (im Trigon zu Venus sowie Quadrat zu Jupiter am Aszendenten), bei dem Schreckensherrscher der Französischen Revolution Maximilien Robespierre (im Widder), bei dem Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger (im Stier, trigonal Mars-Jupiter am Aszendenten), bei dem Schriftsteller Heinrich Böll (im Quadrat zur Sonne) und bei der Pionierin der Krankenpflege Florence Nightingale (im Stier, Konjunktion Sonne). Eine Opposition Vesta-Mond finden wir bei Paul McCartney, dem Meister der melodischen Stimmung (mit der Mond-Signatur gar ins Gesicht geschrieben), und bei Willy Brandt, dem Kanzler der Ostpolitik (beide Mond im Löwen); ein Quadrat bei Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels (außerdem Vesta Konjunktion Jupiter, Sextil Saturn). Ein Trigon zeigt sich bei dem auflagenstarken Esoteriker Thorwald Dethlefsen (im Großen Trigon mit Merkur) und bei der Hippie-Sängerin Janis Joplin (Vesta in den Fischen, Mond im Krebs). Ein Sextil Mond-Vesta haben der langjährige Bundeskanzler Helmut Kohl und der Schauspieler Hardy Krüger (bei diesem zusätzlich Vesta Trigon Pluto).

Merkur: Bei Merkur-Vesta ist das Denken (der Intellekt, "Kopf") gern überbetont. Die Horoskopeigner können häufig reden ohne Ende. Und neigen zur Selbstdarstellung.
Eine Konjunktion finden wir bei den Entertainern Peter Alexander (im Löwen, Sextil Venus/ Zwillinge) und Harald Juhnke (Konjunktion Sonne, Sextil Mars); außerdem bei dem eloquenten, virtuosen Sprachkünstler Thomas Mann (im Krebs). Eine Opposition hat die Schauspielerin Maria Schell (im doppelten T-Quadrat mit Mond und Uranus sowie Vesta Quinkunx Saturn). Über ein Quadrat Vesta-Merkur verfügt der Schauspieler Götz George, über ein Sextil der Politiker Jürgen Möllemann. Ein Quinkunx sehen wir bei den Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Harald Schmidt sowie bei dem stimmgewaltigen Queen-Sänger Freddy Mercury (Vesta außerdem Trigon Saturn und Opposition Neptun).

Venus: Menschen mit Vesta-Venus-Aspekten scheint das Liebesglück nicht gerade hold zu sein. Das Thema Bindungen ist für sie ausgesprochen wichtig, erhält größte Aufmerksamkeit (um nicht von "Fixierung" zu sprechen). Ein Umkippen von Liebes-Beziehungen in Negativ-Destruktives ist jedenfalls leicht möglich.
Eine Konjunktion haben der derzeitige deutsche Bundespräsident Johannes Rau (im Schützen/ nahe dem Aszendenten, im Großen Trigon mit Mars und Uranus; sein Spitzname: "Bruder Johannes"), die zwei Tage vor ihm geborene italienische Allroundmusikerin Caterina Valente (in Konjunktion mit dem Mond), und der österreichische Liedermacher Falco (im Wassermann, Quadrat Mars). Ein Quadrat finden wir bei dem - in seiner Ballbehandlung ästhetischen, eleganten - Franz Beckenbauer (Vesta Konjunktion Mond, Venus Konjunktion Pluto) sowie bei dem Schriftsteller und Künstler Günter Grass. Über ein Trigon Venus-Vesta verfügen der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel und die Sängerin Tina Turner (ihre Widder-Vesta befindet sich zugleich in Konjunktion mit Saturn und im Quinkunx zu Neptun, die Venus im Schützen).

Mars: Bei Mars-Vesta liegen ein starker Wille sowie große Durchsetzungskraft vor, ein Potential ungeheurer Kraftanstrengung (zumindest punktuell). Aggression und Sexualität scheinen zentrale Themen. Für die unbändige, kaum zu bremsende Energie wäre es wichtig, adäquate Ziele/ einen passenden Rahmen zu finden - etwas, wo die "Power" konstruktiv eingesetzt werden kann; (Kampf-)Sport böte sich an. Andernfalls besteht die große Gefahr, dass die Energie gegen einen selbst, (auto-aggressiv) nach innen gerichtet wird.
Eine Konjunktion finden wir bei den "revolutionären Kämpfern" Rudi Dutschke und Ernesto Che Guevara. Und bei Jim Morrison, dem Frontmann der Pop-Gruppe Doors. Eine Opposition Vesta-Mars sehen wir bei Franz Mesmer, dem Entdecker des "animalischen Magnetismus" bzw. der Hypnose-Therapie (Vesta noch Sextil Sonne, Mars Konjunktion Mond), und bei der engagierten Brandenburger SPD-Politikerin Regine Hildebrandt. Ein Quadrat hatte der römische Feldherr Julius Cäsar, ein Trigon das Sex-Symbol Marilyn Monroe (im Großen Trigon mit Saturn sowie Vesta Quinkunx Mond).

Jupiter: Bei Jupiter-Vesta werden die Themen Glaube, Sinn und Werte bzw. eine spirituelle Führung ganz groß geschrieben.
Eine Konjunktion finden wir bei der sog. Hedschra (Mohammeds Auszug aus Medina), dem offiziellen Beginn des Islam (zusätzlich Opposition Neptun). Eine Opposition Vesta-Jupiter zeigt der iranische Schiitenführer Ayatollah Khomeni. Ein Quadrat sehen wir bei dem langjährigen SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner (Vesta Quinkunx Venus, Jupiter Konjunktion Pluto), Trigone bei dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama (plus Vesta Quadrat Sonne), bei dem Kleriker und Gründer der Pallottiner Vinzenz Pallotti (Vesta noch Konjunktion Mond, Sextil Merkur und Quinkunx Neptun), bei Mildred Scheel, der Initiatorin der Deutschen Krebshilfe (Pluto im Sextil zwischen Vesta und Jupiter), sowie beim alljährlichen Trinkgelage des Münchner Oktoberfests (vino veritas?). Ein Sextil Jupiter-Vesta haben die Pschologin und Begründerin der Themenzentrierten Interaktion, Ruth Cohn (Jupiter am Aszendenten, Opposition Saturn), die Findhorn-Gründerin Eileen Caddy (Vesta außerdem im Großen Trigon mit Mond und Saturn-Neptun), und die Marien-Erscheinung von Fatima.

Saturn: Menschen mit Vesta-Saturn haben etwas Schweres, Gedrücktes, "Eckiges" an sich. Sie leiden unter Hemmungen, schweren Lasten, neigen zur (Selbst-)Unterdrückung - können aber auch große Verantwortung tragen. Frauen ist oft eine distanzierte "Herbheit" zu eigen.
Eine Konjunktion finden wir bei dem kühlen, nordisch-blonden Heimatsänger Heino (im Trigon zur Sonne und Quinkunx zu Neptun) und bei dem Inbegriff für politischen Widerstand und Askese, Mahatma Gandhi. Der erste Giftgas-Einsatz (im Ersten Weltkrieg) zeichnet sich ebenfalls durch eine Konjunktion von Vesta und Saturn aus (in Konjunktion mit Pluto, Quadrat Venus). Ein Quadrat - genaugenommen zu Saturn und Jupiter - zeigt der Beatles-Führer John Lennon. Ein Trigon hatten die eigensinnig-unbequeme (und hinkende) polnisch-deutsche Politikerin Rosa Luxemburg und der Beatnik-Lyriker Allen Ginsberg (im Großen Trigon mit Mars). Ein Sextil liegt beim jetzigen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe vor, sowie bei dem Komponisten Ludwig van Beethoven (Vesta zusätzlich im Quadrat zu Pluto).

Uranus: Es scheint, als hätten Personen mit Vesta-Uranus ein besonderes Faible für Esoterik. Meist sind sie exzentrisch, unberechenbar, immer für eine Überraschung gut bzw. für Ausgefallenes, ihre Umwelt mitunter schockierend.
Eine Konjunktion sehen wir bei dem kalifornischen Musiker Carlos Santana und bei dem Atlantikflieger Charles Lindbergh (bei ihm in Haus Eins, zusätzlich in Konjunktion mit Mond und im Halbsextil zu Saturn). Eine Opposition liegt vor bei dem risikobereiten Unternehmer und Judenretter Oskar Schindler, sowie bei der ungewöhnlichen Kunstaktion der Berliner Reichstagsverhüllung. Ein Quadrat finden wir bei dem Erfinder der Astrokartografie Jim Lewis (zudem Vesta Sextil Venus), bei dem Astronomen Edmund Halley (plus Vesta Trigon Merkur), bei dem Humanisten und Astrologiekritiker Pico della Mirandola (im T-Quadrat mit der Sonne), bei dem ehemaligen Tennis-Champion Jimmy Connors, und beim Titanic-Untergang. Ein Trigon Uranus-Vesta zeigen der Band-Leader der Hippiegruppe Grateful Dead, Jerry Garcia (Vesta außerdem in Opposition zu Pluto, Merkur und Sonne), der vormalige Serben-Führer Slobodan Milosevic (bei ihm befindet sich Uranus in Konjunktion mit Saturn, Vesta in Konjunktion mit Venus-Neptun und im Sextil zu Mond), sowie die erste Wasserstoffbombe (Vesta noch in Opposition zu Jupiter). Ein Sextil hat die ehemalige Weitspringerin und Fünfkämpferin Heide Rosendahl (plus Vesta Trigon Mond und Sextil Mars) und die - nur um einen Tag jüngere - schwedisch-deutsche Schlagersängerin Wencke Myrhe. Ein Quninkunx Vesta-Uranus weist der ehemalige Reichsführer Adolf Hitler auf (Vesta außerdem in Konjunktion mit Mars-Venus in Acht), ein Anderthalbquadrat der norwegische Forschungsreisende Thor Heyerdahl.

Neptun: Bei Vesta-Neptun-Verbindungen liegt in der Regel eine große Sensibilität und Dünnhäutigkeit vor, eine Gabe zur Einfühlung (Empathie), zu Medialität und Mystik; evtl. auch eine Heimat-, Wurzellosigkeit.
Eine Konjunktion finden wir bei der Ausnahme-Schwimmerin Franziska van Almsick, bei der italienischen Reibeisenstimme Gianna Nannini (im Quadrat zu Uranus, Sextil Jupiter-Pluto), bei dem Stardirigenten Herbert von Karajan - und beim ORB-Sandmann. Eine Opposition Vesta-Neptun zeigt die französische Schlager-Sängerin (und unnahbare Traumfrau von Millionen) Mireille Mathieu (Aszendent Fische, Vesta in Eins), ein Quadrat der Komponist Claude Debussy (Vesta außerdem Trigon Merkur; typisch seine märchenartige, assoziative Tonmalerei). Ein Trigon sehen wir bei dem australischen Medien-Mogul Rupert Murdoch (Vesta am Aszendenten), ein Sextil bei dem Musiker Udo Jürgens, bei dem Sänger Hermann Prey (plus Vesta Konjunktion Merkur am Deszendenten, Opposition Saturn) sowie bei dem Musiker und humanitären Aktivisten Bob Geldof (Vesta noch Konjunktion Pluto). Ein Halbsextil Neptun-Vesta hat der Gründer der Herrnhuter Brüdergemeinde, Nikolaus von Zinzendorf.

Pluto: Verbindungen von Pluto und Vesta scheinen für die Politik zu prädestinieren. Menschen mit diesem Aspekt sind in jedem Falle sehr idealistisch, prinzipien- und vorbildbezogen - oder aber selbst ein Vorbild, eine gewisse Autorität.
Eine Konjunktion finden wir bei dem Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, beim "Vater der Atombombe" Robert Oppenheimer (trigonal Saturn), beim Palästinenserpräsidenten Jasir Arafat, sowie bei dem von Terroristen entführten und ermordeten ehemaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer (in Haus Zwölf, zusätzlich noch Konjunktion Saturn und Anderthalbquadrat Uranus). Ein Quadrat Vesta-Pluto haben der ermordete schwarze Bürgerrechtler Martin Luther-King und der westdeutsche filmische Sex-Aufklärer der 1970er Jahre, Oswalt Kolle. Ein Trigon sehen wir bei dem Renaissance-Universalgelehrten Leonardo da Vinci (Vesta auch noch im Quinkunx zur Sonne), ein Sextil beim aktuellen Bundesinnenminister Otto Schily (Kennzeichen: schnarrende Stimme), beim ehemaligen amerikanischen Außenminister Henry Kissinger und bei dem von Islamisten mit Mord bedrohten indisch-englischen Schriftsteller Salman Rushdie (Vesta Konjunktion Venus, Pluto Konjunktion Saturn). Ein Quinkunx schließlich wies Mata Hari auf, die berühmte Nackttänzerin und Spionin im Ersten Weltkrieg.

Vesta-Tempel auf dem Forum Romanum

Dank an Kalle Sichler aus der Newsgroup de.alt.astrologie für nützliche Anregungen und eine fruchtbare Diskussion.