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Wir sind festgelegt und frei. Die beiden Alternativen
schließen sich nicht aus bzw. gelten jeweils in Abhängigkeit
vom eingenommenen Standpunkt oder Blickwinkel. Mit unserem Anteil am Transzendenten,
Göttlichen, am <Himmel> (des vierten Quadranten) sind wir frei
– ganz wie der Schöpfer selbst.
Festgelegt sind wir jedoch auf der Ebene von Körper, Seele und Geist
– und zwar gebunden im Grunde durch unsere mangelnde Bewusstheit,
d. h. durch die ungenügende Integration des Jenseitigen in unser
Ego (unser Wollen, erster Quadrant), unser Handeln (zweiter Ouadrant)
und unser Denken (dritter Ouadrant).
Zwar sind diese unsere Existenz, unser Leben und unsere Vorstellungen
nicht in allen Einzelheiten bzw. in all ihren konkreten Ausgestaltungen
vorherbestimmt; es gibt einen gewissen Variationsspielraum innerhalb der
Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten jeder Ebene (jedes Quadranten).
Dieser „kleinen“ (materiellen, subjektiven und ideellen) Freiheit
sowie den Gesetzen der Trägheit/ Schwerkraft, der Ursache-Wirkung
und des Karma übergeordnet sind jedoch die Bestimmung (das sog. Dharma,
zehnte Phase), die „große“ Freiheit (elfte Phase) und
die Wunder des göttlichen Seins bzw. dessen Gnade (zwölfte Phase).
Das generelle Ziel, das „Ergebnis“ und die Zukunft eines Menschen
(bzw. alles Geschaffenen) ist - nach Form und Bedeutung – „grob“
festgelegt. Hierbei setzt das Überpersönliche/ Transzendente
(des vierten Quadranten), von dem sich alle Schöpfung weg- und zugleich
hin- entwickelt, die Maßstäbe. Die Inhalte des mundan vierten
Quadranten geben den Rahmen vor für alles irdische und individuelle
Sein und Werden, stellen dessen „genetische“ Muster zur Verfügung.
Diese Determinierung durch den vierten Quadranten ist aber eigentlich
eine befreiende „Bestimmung“, eine „Bestimmung zur Freiheit“
bzw. eine von unserem unbewussten („Höheren“) Selbst
vermutlich in aller schöpferischen Freiheit getroffene Entscheidung.
Determinierend im negativen Sinne - d. h. nicht befreiend, erlösend,
sondern zwingend, abhängig machend - sind jedoch die Gesetzmäßigkeiten
der anderen drei Quadranten oder Ebenen: insbesondere die Bilder der Vergangenheit,
unsere mitgebrachten Prägungen (achte Phase). Aus der Sicht von Ego/
Wollen, Subjektivem (unseren Wünschen) und unseren gemachten Vorstellungen
scheinen zwar die Phasen bzw. Energien des vierten Quadranten negativ
und lästig - weil hindernd (Saturn), aufhebend (Uranus) bzw. auflösend
(Neptun). Diese Perspektive ist aber stets eine kurzfristige, „kurzsichtige“,
welche den eigenen Anfang und das Ende, den eigenen Urgrund nicht berücksichtigt…
(Original aus meinem Buch „Lebendige
Astrologie“, 1989)
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