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Die Archetypenlehre C.G. Jungs
das tibetische Sri Yantra
 
 

 

"In deiner Brust sind deines Schicksals Sterne." (Schiller, Wallenstein)

Astrologie wird heutzutage praktisch nur noch psychologisch verstanden. Dies ist hauptsächlich das Verdienst des Schweizer Psychologen C.G. Jung und seiner Archetypenlehre.
Jung stellte fest, dass allen Menschen bestimmte Urmuster des Erlebens und Verhaltens zu eigen sind. Diese grundlegenden Faktoren des Seelenlebens nannte er Archetypen; sie sind die wesentlichen Bestandteile des Kollektiven Unbewussten.
Die Funktionsweise der Astrologie erklärte Jung mit dem psychischen Vorgang der Projektion: Die alten Sternbeobachter nahmen die eigentlich in ihrem seelischen Inneren wirksamen Ur-Kräfte als außerhalb von ihnen gelegen wahr. Unbewusst bzw. fälschlicherweise schrieben sie ihre psychischen Grundenergien den Sternen und Planeten zu. Auch wenn bei solchem Vorgang eine Selbst-Täuschung vorliegt, sind die empfundenen und gespürten Kräfte doch real, in der menschlichen Psyche existent.
Nach Jung handelt es sich bei den astrologischen Prinzipien um Konstanten des Seelenlebens, die universell sind, d.h. es gibt sie unter verschiedenen Namen in allen Kulturen - und sie werden nicht zwangsläufig mit den Sternen verbunden
(s. auch "Der subjektve und projektive Charakter der Astrologie").
Auf der ganzen Welt gibt es auch die geometrische Figur des Mandalas. Es ist dies eine Kombination aus Kreis und Viereck, welche das Selbst eines Menschen bzw. seine psychische Ganzheit (Individuation) symbolisiert. Das Menschenbild der Astrologie hält eine Integration und Entfaltung sämtlicher Seelenanteile (bewusst - unbewusst, männlich - weiblich, usw.) für prinzipiell möglich. Eine solche "Quadratur des Kreises" erkennen wir im heute gängigen Horoskopschaubild - nämlich einen in Quadranten aufgeteilter Kreis.

 

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