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Jupiter/Uranus, Jupiter/Neptun (1997)

Die Uranus/Neptun-Konjunktion klingt aus. Wir wollen deshalb - in Anlehnung an frühere Arbeiten zu dem Thema - versuchen, ein Resümee dieser außergewöhnlichen Konstellation zu ziehen (so schwierig es auch ist, sich außerhalb der eigenen Epoche zu stellen):
Der "große Knaller" blieb uns erspart. Im Kleinen tat sich dagegen viel. So sind wir u.a. durch den Zerfall der Sowjetunion und Yugoslawiens "mehr" geworden auf dem eurasischen Kontinent. Die Aufhebung des Ost-West-Gegensatzes stärkte übernationale Organisationen (wie die UNO, NATO). In der EU wurde der Binnenmarkt eingeführt; die Euro-Währung steht kurz bevor. Auch im wiedervereinten Deutschland ist die "Mauer in den Köpfen" allmählich überwunden.
Der Internationalismus bzw. die Globalisierung wird unterstützt durch den technischen Fortschritt, die weltweite Vernetzung (via Satellit, Datenautobahn/ Internet, den Siegeszug des Heimcomputers). Gegenläufig zum "Unionismus" schreitet die Regionalisierung, Dezentralisierung fort - d.h. die Welt und Staatengemeinschaft wird differenzierter, vielschichtiger.
Gerade der Asylantenstrom macht unsere Gesellschaft bunter. Farbige gehören mittlerweile zum alltäglichen Straßenbild; "Multikulti" wird zwischenzeitlich weitgehend akzeptiert. Das Interesse der Medien für Russland, für Land und Leute dort ist schon normal, auch ferne Länder wie China, Tibet oder Südafrika rücken ins Blickfeld, unsere direkten Nachbarn (und der Dauerbrenner Nahost) sowieso.
Wirtschaftlich geht es trotz aller Widerstände mit der Flexibilisierung voran - erzwungen durch den Automationsdruck, dadurch dass immer weniger Arbeitskräfte immer mehr produzieren. Sog. Öffnungsklauseln nagen an den Flächentarifverträgen, die Ladenschlusszeiten wurden endlich angegangen, die Privatisierung von Post und Bahn ist praktisch vollzogen, an den Universitäten sind Studiengebühren im Gespräch. Eine zunehmende Entstaatlichung erfolgt auch bei der Krankenversicherung - die Beiträge bzw. die Zuzahlung zu Medikamenten und Behandlungen steigen; namhafte Politiker halten gar die Renten für nicht mehr sicher, empfehlen eine private Vorsorge. (Die Entflechtung bewegt sich ganz auf Steiners Konzeption der Sozialen Dreigliederung zu.)

Globalisierung durch Satellit1988 starrten die Mundanastrologen gebannt an den Himmel - in Erwartung dessen, was Saturn Konjunktion Uranus bei ihrem Wechsel in den Steinbock bringen würden. Zwar waren gewisse Spannungen allgemein spürbar, ein Rumoren, Bröckeln bzw. eine Aufbruchstimmung, doch rein äußerlich stürzten "bloß" ein paar Flugzeuge mehr ab als sonst. Das große Ereignis kam dann ein Jahr später. Als Jupiter in Opposition zu Uranus trat, begann es in der DDR mit der Demokratiebewegung des Neuen Forums und dem Ausreisedruck bzw. mit der Besetzung ausländischer Botschaften, und unter Jupiter in Opposition zu Saturn/Neptun öffnete sich schließlich der Eiserne Vorhang. Die Konstellation vollzog sich sehr plastisch als Auflösung der alten Ordnung und Grenzen, als Hinwegschwemmen des Überkommenen durch eine Massenbewegung; der Volksaufstand vom 17.Juni '53, ebenfalls unter Saturn/Neptun, war noch vergeblich gewesen. (Da sich Neptun noch immer im Steinbock befindet, werden die geltenden Gesetze weiter aufgeweicht.)

Es sieht so aus, als sei Jupiter der Auslöser, Erfüller weitreichenderer Geschehnisse, als mache er die von vorausgehenden Konjunktionen "geschwängerten" Inhalte effektiv. So wurden die "Keime" der Maueröffnung astrologisch u.a. durch die Große Konjunkion (Jupiters mit Saturn) am 31.12.1980 gelegt. Damals stand nämlich die Sonne mit Merkur an besagter Stelle (10,4 Steinbock) im Quadrat zu Jupiter/Saturn. Eine Rolle spielte 1989 wohl auch, dass sich Saturn, Uranus und Neptun im Steinbock (als einem dominanten Zeichen Deutschlands) befanden. Saturn hielt sich übrigens zuletzt 1959-61 in seinem Zeichen auf, d.h. auch beim Mauerbau. Interessanterweise "dümpelte" exakt an diesem Tag (am 13.8.61) Jupiter wieder in den Steinbock zurück, in die Nähe von Saturn, als wolle er aller Welt sichtbar einen "Rückschritt" dokumentieren. (Zuvor befand sich Saturn 1929-32 im Steinbock, während des Niedergangs der Weimarer Republik und des Aufstiegs der Nationalsozialisten.)
Die Positionen 4-11° Steinbock/Krebs, denen beim Mauerfall solch wichtige Funktion zukam, sind historisch übrigens verschiedentlich besetzt: die deutsche Kapitulation am 8.5.45 zeigt Saturn auf 7,3 Krebs, die DDR (7.10.49) hatte Uranus auf 5,0 Krebs, beim ersten deutsch-deutschen Vertrag (Verkehrsvertrag vom 26.5.72) sehen wir Jupiter auf 6,8 Steinbock, bei der gemeinsamen Aufnahme von Bundesrepublik und DDR in die UNO (am 18.9.73) stand Saturn auf 4,0 Krebs.
Wenn wir die (Oppositions-) Transite Jupiters über Saturn von 89/90 im einzelnen betrachten, so erfolgte der erste exakt zur ungarischen Grenzöffnung (11.9.89, 0 h), der nächste zur Maueröffnung (9.11.89, 18 h 57 oder 19 h 07), und der letzte nach der Währungsunion bzw. als Gorbatschow (am 16.7.90) in eine künftige NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschlands einwilligte.

Ist Jupiter ein Vollender von Entwicklungen, bringt er "gärende Fässer" definitiv zum Überlaufen? Zeigen sich bei seinen Übergängen die Lösungen von Problemen und Prozessen, deren Früchte, Ergebnisse?
Zwischen Mitte Dezember '96 und Mitte März '97 überläuft Jupiter nun den Orbis von Uranus und Neptun, und zwar letzteren genau am 9.1.97 bei 27°09 Steinbock - mit einem Neumond ziemlich in der Nähe. Die exakte Konjunktion mit Uranus findet statt am 16.2.97 bei 5°56 Wassermann - mit Sonne, Merkur und Venus ebenfalls in diesem Zeichen (beinahe so wie bei der großen Wassermannkonjunktion 1962). Vor allem aber zeigt sich am 16.2. ein schönes Aspektbild von Jupiter/Uranus mit Mars, Saturn und Pluto - die Winkel sind zwar "harmonisch", die Natur der beteiligten Planeten (als sog. "Übeltäter") allerdings ganz und gar nicht. Im Schnittpunkt zwischen Neptun und Uranus - je 3,5° entfernt - steht Jupiter am 27.1.97 (auf 1°17 Wassermann). (Esoterisch wäre letzteres die "Kreuzigung" - während der Neptun-Transit einer "Taufe" gleichkäme, derjenige über Uranus entspricht "Pfingsten".)
Die Transite Jupiters könnten den Höhepunkt der sich unter Uranus/Neptun überstürzenden Ereignisse anzeigen, den Abschluss dessen, was in den sechs, sieben Jahren zuvor "aufgemischt" wurde... Andererseits mögen die Konjunktionen "nur" den Beginn eines neuen Zyklus einleiten, einen neuen Akkord anschlagen für die nächsten 13 bzw. 14 Jahre. (Früher waren Jupiter und Saturn auch Herrscher über die letzten Zeichen des Tierkreises, Wassermann und Fische, so dass wir heute neben den klassischen Großen Konjunktionen weitere beachten müssen, neben den längeren Zyklen von Saturn/Neptun, Saturn/Uranus und Uranus/Neptun auch die kürzeren von Jupiter/Neptun und Jupiter/Uranus. Als Herrscher des Skorpions zählt Pluto übrigens nicht zu diesem Kontext.) D.h. für Anfang '97 sind nicht unbedingt gleich große Wirkungen zu erwarten - auch der politische Frühling mit Gorbatschow brach erst Jahre nach den letzten Konjunktionen aus. (Da Russland traditionell vom Wassermann "regiert" wird, wechselt jetzt evtl. der Fokus der politischen Dynamik dorthin.)
Interessanterweise passiert Jupiter z.zt. die Langsamläufer in richtiger (rückwärtiger) Reihenfolge. Ende '94 geleitete er Pluto in den Schützen. Anfang '97 lässt sich Neptun zwar noch nicht ganz in den Wassermann ziehen; dafür verbleibt Uranus nunmehr drin. Vorläufiger Endpunkt der Etappe ist die Große Konjunktion des Jahres 2000 (am 28.5., im Stier, mit Jupiter/Saturn im Quadrat zu Uranus im Wassermann). Bildlich gesprochen, trägt Jupiter hierbei die Energien des einen zum nächsten. Er wird nacheinander mit den charakteristischen Schwingungen der Kollektivplaneten imprägniert - nicht ohne das Seinige beizutragen, d.h. die Einflüsse der ihm begegnenden Protagonisten abzufedern, zu "regenerieren", diese u.U. aber auch anzufeuern.

Seit seiner letzten "Durchdringung" mit den Kräften Plutos Ende '94, insbesondere seitdem sich dieser durch den Schützen bewegt, ist Jupiter gewissermaßen der "Botschafter" Plutos, transportiert er dessen transformative Qualität durch den Tierkreis. Wir haben es also nicht mehr mit einem unschuldigen, "locker-flockigen" Jupiter zu tun - er trägt eine destruktive ("reinigende") Note, hat etwas Fundamentalistisches, Fanatisches an sich.
So sehen wir rassische und religiöse Intoleranz am Werk, wenn in den USA schwarze Kirchen niedergebrannt werden, ebenso bei den terroristischen Selbstmordkommandos in Nahost, überhaupt in islamischen Regionen wie Bosnien, der Türkei, in Kaschmir, Afghanistan, Tschetschenien und im Kaukasus. Im Grunde geht es bei Pluto im Schützen um einen tieferen Sinn, um einen besseren, geeigneteren Mythos, um neue Glaubensinhalte - zu diesem Zweck geschehen die Provokationen, werden Weltanschauungen bis zu ihren Fundamenten aufgewühlt. Der Wachstumsaspekt des Schützen macht grundsätzlich natürlich Angst, zumal wenn er Schattenhaftes, sprich: das organisierte Verbrechen/ Verschwörungen, etc. ausweitet, wenn sich das nukleare Gefahrenpotential erhöht, wenn tektonische Aktivitäten zunehmen oder ökologische Katastrophen drohen, evtl. gar ein "Weltenbrand" (aufgrund der Aufrüstung, der Ansammlung von Vernichtungswaffen). Doch sind wir in der Regel nach durchlittenen Krankheiten "kuriert"...

Wenn Jupiter agiert, macht er ganz und heil, er bringt Verstehen, Weisheit, aber auch Aufschwung, er entwickelt die Dinge, beschleunigt sie - im Guten wie im Bösen. Ist er selbst (passiv) betroffen, so in Gestalt seiner Repräsentanten Kirche und Justiz (der Institutionen von Ethik und Gerechtigkeit). Desweiteren steht er für die Führungsetagen (u.a. des Staates), für wirtschaftlichen Wohlstand und das Ausland. - Diese Punkte gilt es im Hinterkopf zu behalten, wenn wir ihn mit anderen Kräften (Planeten oder Zeichen) kombinieren.

Steinbock engt nun Jupiter ein, "beschneidet" ihn in seiner Neigung zum Übermäßigen, Exzessiven. In dem Jahr von Jupiters Steinbockdurchgang haben wir es sozusagen mit einer "verminderten" Großen Konjunktion zu tun, d.h. Jupiter sucht zwar nach anderen Strukturen, er bleibt aber noch gehemmt, d.h. Traditionen und Notwendigkeiten unterworfen, die gewohnten Normen und Schranken einhaltend. Die Aufarbeitung der Geschehnisse der Jahre zuvor braucht Zeit, neue Impulse müssen erst ausreifen - bevor sie im Wassermann (im Folgejahr) ihre Fesseln abschütteln, einen grundsätzlichen Wechsel herbeiführen können. Steinbock ist ja ein staatstragendes Zeichen, bei ihm bleibt das Alte noch in seinem Glanz, die Basis stabil (auch wenn so manches drückt und zieht). Dafür bietet sich die Gelegenheit, gewonnene Erkenntnisse konkret und praktisch umzusetzen, sie konstruktiv in den vorhandenen Rahmen einzufügen.

Neptun wirkt im aktiven Modus lähmend, schwächend, verdrängend. Er verwirrt und täuscht, vernebelt und betäubt (in der Konjunktion mit Jupiter all das, was diesem untersteht). Er verwischt Unterschiede, weicht starre Konturen auf, er labilisiert - sensibilisiert aber auch. (Ein Rezept mit ihm umzugehen wäre, nicht allzu fest zu klammern.) Substantiell bedeutet Neptun Randgruppen, soziales Elend, Arbeitslosigkeit, Armut, die Dritte Welt. Er ist zuständig für Seuchen, Drogen und Müll bzw. Umweltzerstörung - Dinge, die durch Jupiter (mit Pluto "im Gepäck") beeinflusst/ verschlimmert werden, im Steinbock allerdings noch leidlich unterdrückt ("mit angezogener Handbremse"). Politisch steht Neptun für schleichenden Verfall, für Korruption und Skandale, für weltweit operierende, vor allem karitative Organisationen (wie Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen, das Rote Kreuz, UNESCO, aber auch die UNO).

Rakete als Manifestation des UranusUranus wälzt die Dinge um, katapultiert unvorhersehbar aus der bisherigen Bahn. Er reizt, erregt, stört und verunsichert, destabilisiert (erschüttert das Bestehende), hebt Einseitigkeiten bzw. Polaritäten auf. Seine physischen Repräsentanten sind die EDV, die elektronischen Medien (Funk, Radio, TV), in den Himmel schießende Raketen, usw., kurz: alles Ausgefallene, Originelle. Als seine "Kinder" gelten außerdem soziale Unruhen, Aufruhr, Umsturz, Streiks bzw. die Gewerkschaften (als Vertreter der Gleichberechtigung, der Besitzverteilung unter "Genossen"). Da Uranus z.zt. durch sein eigenes Zeichen wandert, wirkt er relativ stark bzw. unverfälscht.

Nach diesen mehr abstrakten Überlegungen wollen wir uns nun ansehen, was frühere Konjunktionen Jupiters mit Neptun zeitigten:

Die Konjunktion vom 19.1.1984 brachte unmittelbar eigtl. nichts Aufregendes, außer dass wenige Wochen danach (am 9.2.) in Moskau Generalsekretär Andropow starb. Interessant ist jedoch, dass die Konjunktion exakt den gemeinsamen Eintritt der beiden in den Steinbock markierte (und Pluto zwei Monate zuvor in den Skorpion wechselte).

Die Jupiter/Neptun-Konjunktion 1971 war eine dreifache (1.2., 22.5. und 16.9.), wobei diesmal der gemeinsame Wechsel in den Schützen erfolgte. Im Mai gab es eine Währungskrise in der damligen EG, am 3.5. trat in der DDR Ulbricht zurück (sein Nachfolger: Honecker) und am 3.9. wurde das Vier-Mächte-Abkommen für Berlin unterzeichnet. (Im Oktober dann der Eintritt Plutos in die Waage.)

Gut zwei Wochen nach der Konjunktion vom 24.9.1958 starb Pius XII. Ebenfalls im Oktober beschloss man in Genf die Einstellung der Atomversuche.

Zur Konjunktion vom 22.9.1945 fällt nichts auf (außer der Kapitulation Japans Anfang des Monats). Doch haben wir eine Geburt zu vermelden: diejenige Franz Beckenbauers (am 11.9.; nach dem letzten Taeger-Update rutscht sein Aszendent endlich auf den Uranus). Die Konjunktion in seinem fünften Haus, im Quadrat zu Mars in Eins, wird schön illustriert durch des "Kaisers" Eleganz, seine schwungvolle Linie im Spiel, seine Traumpässe...

Die Konjunktion am 19.9.1932 fällt auf den Tiefpunkt der Weltwirtschaftskrise; zugleich auf die größte Ausdehnung der NSDAP.

Die Konjunktion 1919/20 (24.9.19, 8.3.20, 24.4.20) erfolgte kurz nach dem Ersten Weltkrieg. In Russland war damals Bürgerkrieg (Rote gegen Weiße), März bis Mai '20 gab es in der Weimarer Republik Putschversuche (Strömungen von links und rechts). Bei einem ausgeweiteten Orbis hätte auch der Völkerbund eine Konjunktion (Aufnahme seiner Tätigkeit im Januar 1920), in jedem Falle aber das Symbol des "American way of life", Coca-Cola (18.3.20) - und der geistreiche, feinsinnige Richard v. Weizsäcker (15.4.20).
Kurz nach der Konjunktion vom 31.5.1894 wurde Alois Irlmaier geboren (am 8.6., 0 h 08 MEZ, Scharam/Traunstein), der Rutengänger und apokalytische Hellseher...

Da die angeführten Konjunktionen nicht so viel hergeben bzw. die historischen Enzyklopädien oft nicht einmal monatsgenaue Angaben machen, wollen wir auch andere Aspekte zwischen den Planeten betrachten, sowie uns mehr auf vorhandene Horoskope stützen, und zwar schon thematisch gruppiert:

der Magnat (c) Don RosaSo scheint die Konstellation Jupiter/Neptun mit dem großen Geld, dem "big business" zusammenzuhängen: Schon das Horoskop des Dollars (17.5.1792), welches auch als Radix der New Yorker Börse fungiert, weist eine weite Konjunktion auf. Die Währungskrise des 17.3.1968 hatte ein Quadrat zwischen Jupiter und Neptun (neben dem Sextil zwischen Neptun und Uranus). Die Imbisskette McDonald's, der Inbegriff des "Junk Food" (1.3.1965), steht sinnigerweise ebenfalls unter Jupiter/Neptun (einer Opposition; man glaubt es nicht, aber der Konzern eröffnet täglich mehrere neue Filialen, breitet sich in die letzten Winkel der Welt aus.) - Lustigerweise zeigt das Horoskop von American Express aus dem gleichen Jahr (10.6.65) ein Quadrat zwischen Jupiter und Uranus, treffend zur schnellen und leichten Verfügbarkeit von Geld. - Einige "Stinkreiche", die wie Dagobert Duck "in Geld schwimmen", besitzen bzw. besaßen Jupiter/Neptun: der Bankier M.A. Rothschild (23.2.1743 oder 1744 - ein Sextil oder Quadrat), der Ölmagnat John Rockefeller (8.7.1839 - ein Trigon), das verstorbene Oberhaupt der Kennedy-Dynastie Joseph Kennedy (6.9.1888 - eine Opposition, seine Frau Rose - 22.7.1890 - ein Trigon), schließlich in ihrem Prunk und Pomp Elisabeth II. von England (21.4.1926 - eine Opposition) und der zuletzt wieder für das Präsidentenamt kandidierende Milliardär Ross Perot (27.6.1930, 5 h 34 CST, Texarkana - ein Sextil). Ebenfalls ein Sextil, aber auch ein Quadrat zwischen Jupiter und Uranus zeigt der einen phänomenalen Goldrausch auslösende Fund von Klondike/ Yukontal (17.8.1896).

Eine Affinität zu Jupiter/Neptun sehen wir bei den Ausbrüchen des Ätna: am 5.4.1971 bestand eine Konjunktion, am 2.1.76 und am 3.8.79 ein Trigon (bzw. zugleich ein Quadrat zwischen Jupiter und Uranus). Am 18.3.81 und am 25.12.85 waren Jupiter, Uranus und Neptun zumindest betont (durch Sonnenaspekte o.ä.). Der Ausbruch des Krakatau (am 26.8.1883) hatte ein Trigon zwischen Uranus und Neptun, im Sextilabstand dazwischen Jupiter.

MagdalenenaltarWas ich privat, bei "Tieffrommen" bzw. "ganz Katholischen" schon als Häufung von Jupiter/Neptun feststellte, bestätigt das Archiv: Von den verfügbaren Päpsten weist Pius IX. (13.5.1792) eine Konjunktion auf, ebenso Johannes XXIII. (25.11.1881), bei weitem Orbis auch seine Wahl im Oktober 1958, nicht zu vergessen der jetzige Johannes Paul II. (18.5.1920). Die vom Judentum konvertierte sowie seliggesprochene Nonne und Philosophin Edith Stein hatte ein exaktes Quadrat (12.10.1891, 7 h 45 MEZ, Breslau).

An Politikern wäre zu nennen Matthias Erzberger (20.9.1875, mit einer exakten Opposition), der u.a. als Unterhändler nach dem Ersten Weltkrieg und als Reichsfinanzminister agierte (und sich nicht wenig Feinde schuf), sowie der Währungsreformer und Verständigungspolitiker Gustav Stresemann (10.5.1878, ein Quadrat). Ein solches finden wir auch bei Erwin Rommel (15.11.1891), dem selbst von Kriegsgegnern hochgeachteten Generalfeldmarschall, der zuletzt dem Widerstand gegen Hitler zuzurechnen war, und bei dem nach neuesten Quellen am 18.12.1878 geborenen Josef Stalin - jener raffinierte Machtmensch, der ein Zwangssystem mit Personenkult installierte, etliche Säuberungswellen veranstaltete, etc. - und als junger Mann das Priesterseminar besuchte! Vielleicht können wir auch die Straßenkämpfe des Pariser Mai (13.5.1968) unter dieser (Friedens-) Rubrik einordnen (ebenfalls ein Quadrat; doch ist hier vor allem das Sextil Uranus/Neptun exakt).

Ein Quadrat hat schließlich noch Harald Juhnke (10.6.1929) - die anschauliche Demonstration des Mottos "vino veritas".

Zurückliegende Jupiter/Uranus-Konjunktionen wurden von folgenden Ereignissen und Geburten begleitet:

Während der Konjunktion von 1983 (exakt am 18.2., 14.5. und 25.9.) kündigte Erich Honecker überraschend den Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze an (am 5.10.83). Am 23.3., 20 h 20 EST, gab Reagan in Washington das Startsignal für das Star-Wars-Programm.

Formel 1 - SuperstarDie Konjunktion 1968/69 (11.12.68, 11.3. und 20.7.69) markierte (in der Waage) die Blüte der Hippiezeit (Woodstock-Festival am 15.8.69) und den Triumph des Apollo-Programms: Weihnachten '68 fand die erste Mondumkreisung statt, und am 21.7.69 (um 2 h 57 GMT) erfolgte der berühmte "erste Schritt" auf den Erdtrabanten. Geboren wurden mit dieser "Erfolgskonstellation" auch Michael Schumacher (3.1.69) und Steffi Graf (14.6.69). Ansonsten gab es damals (im März '69) einen Grenzkonflikt zwischen den sozialistischen Bruderstaaten Sowjetunion und China, in der Folge im August '69 kleinere Gefechte, sowie Bürgerkrieg in Nordirland.

Die Konjunktion 1954/55 (exakt am 7.10.54, 7.1.55 und 10.5.55) wies zugleich ein Quadrat zwischen Uranus und Neptun auf, d.h. auch ein Jupiter/Neptun-Quadrat. Geboren wurde hier erneut ein großer Tennisstar: Chris Evert (21.12.54). Desweiteren die Rockröhre Nina Hagen (11.3.55, 17 h 30 MEZ, Berlin), und Ende Oktober '54 fast am selben Tag die Astrologen Gabriele Hoffmann, Max Baltin und Uller Gscheidel. Im Politischen wurde zehn Jahre nach Kriegsende am 5.5.55 die Bundesrepublik wieder souverän (am 15.5. Österreich), d.h. ihr Besatzungsstatut aufgehoben, sowie am 9.5. NATO-Mitglied. Am 6.5. wurde die WEU, der militärische Vorläufer der EWG bzw. EU gegründet, und im Gegenzug am 14.5. der Warschauer Pakt. Am 1.11.54 begann der Aufstand/ Unabhängigkeitskrieg in Algerien.

der erste Computer (Z3 von Zuse)Die Konjunktion des 8.5.1941 (mit Trigon zu Neptun) brachte außergewöhnliche Musiker hervor wie Eric Burdon (11.5.) und Bob Dylan (24.5.), sowie den außerordentlich erfolgreichen Astrologen Claude Weiss (6.5.). Am 10.5. war in Berlin die Geburtsstunde des ersten Computers: Konrad Zuse stellte seinen legendären Z3 fertig. Am gleichen Tag startete von dort Rudolf Heß (aufgrund astrologischer Beratungen!) zu seinem eigenmächtigen, mit Hitler nicht abgesprochenen Friedensflug nach England. Zum Zeitpunkt des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion (22.6.41) bestand die Konjunktion eigtl. nicht mehr.
Möglicherweise war die Konjunktion des Jahres 1941 deshalb eine besonders „manifeste“, weil sie unmittelbar auf eine Große Konjunktion (von Jupiter und Saturn im Stier) folgte.

1927/28 wechselten die Planeten zusammen in den Widder (ihre Konjunktion war exakt am 15.7. und 11.8.27, sowie am 25.1.28). Am Datum der letzten Konjunktion erblickte Eduard Schewardnadse das Licht der Welt - der sich unter Gorbatschow als äußerst gewinnender Diplomat bzw. Entspannungspolitiker auszeichnete. Auf zwei Tage später (27.1.28) fällt die Geburt von Hans Modrow, der in der kritischen Umbruchzeit 1989/90 ebenfalls als Hoffnungsträger auf der Bühne erschien.

Zur Konjunktion des 4.3.1914 ist eigtl. nichts zu vermelden - außer dass sie kurz vor dem Ersten Weltkrieg und nahe der jetzigen (nämlich auf 9,5 Wassermann) erfolgte.

Mit 7,2° ist der Orbis für den ersten Zeppelin (2.7.1900) eigtl. zu weit. In der Nähe der Konjunktion des 20.10.1900 wurde jedoch (am 7.10.) Heinrich Himmler geboren; er trägt die Konstellation direkt am MC! Überhaupt hat er ein bemerkenswertes Horoskop, aus dem man viel lernen kann, insbesondere "Wertfreiheit" - dass es keine "guten" oder "schlechten" Sterne gibt. Fakt ist, dass er eine beispiellose Karriere hatte, als SS-Chef nach Hitler der zweite Mann im Staate war, Kopf des Genozids an den Juden, dabei durchaus "okkult interessiert"...

Eine Konjunktion von Jupiter und Uranus besaß auch der Philosoph und Friedensaktivist Bertrand Russel (18.5.1872). Die Konjunktion war damals exakt am 5.6., und wie 1955 stand Neptun im Quadrat dazu.

Schließlich wäre noch der Sturm auf die Bastille (am 14.7.1789) zu nennen, das Startsignal der Französischen Revolution - zu Jupiter und Uranus gesellte sich damals die Venus.

Sonstige Prominente mit einer Jupiter/Uranus-Konstellation:
Hierunter fallen "Blaublütige" wie Beatrix von Holland (31.1.1938, mit einem exakten Quadrat), die sich speziell um die innereuropäische Versöhnung bemüht, und der grün-alternative Prinz Charles von England (14.11.1948, eine exakte Opposition).

Von den Schauspielern besitzen einige "ganz Große" den Aspekt, nämlich Marlon Brando (3.4.1924 - ein Quadrat, außerdem ein Trigon Jupiter/Neptun), James Dean (8.2.1931, ebenfalls ein Quadrat) und John Wayne (26.5.1907 - Jupiter Konjunktion Neptun Opposition Uranus).
Im deutschsprachigen Raum hätten wir Mario Adorf (8.9.1930, ein Quadrat) und Hans-J. Kulenkampff (27.4.1921, eine Opposition).

Die Brillanz von Jupiter/Uranus in der Musik untermauert Glenn Miller (1.3.1904): sein T-Quadrat aus Mars/Jupiter und Uranus/Neptun ist buchstäblich hörbar im swingenden Big-Band-Sound! Bei dem eigenwilligen Barden Neil Young (12.11.1945) sehen wir ein Trigon.

Von den Malern hat Paul Gauguin (7.6.1848) - der Botschafter einer fernen, exotischen Welt - ein Quadrat.

Dass Jupiter/Uranus in Verbindung steht mit einer modernen, "New Age"-Spiritualität, sehen wir u.a. am Horoskop der pionierhaften Findhorn-Gemeinschaft (17.11.1962, 9 h 48 GMT, Forres) mit einer Opposition. Der in denselben Kreisen beliebte "Prophet" und Kirchengegner Kahil Gibran (6.1.1883) zeigt ein Quadrat. Und bei dem "erleuchteten" Ramana Maharishi (30.12.1879) finden wir eine Opposition (im Sextil bzw. Trigon zu Neptun).

Über ein Quadrat Jupiter/Uranus verfügte John F. Kennedy (29.5.1917) - der bei seinem Amtsantritt jüngste Präsident der Vereinigten Staaten, dessen Regierungsstil den Charakter eines "Durchbruchs einer neuen Generation" trug. Aktuell hat Boris Jelzin (1.2.1931) ein exaktes Quadrat, dessen Rede von einem Panzer während des Putschversuchs 1991 wohl am eindrucksvollsten war. Er ist ein recht unberechenbarer Reformer, der die GUS initiierte und (anfänglich, als er noch unverbraucht bzw. nicht etabliert war) für soviel Unabhängigkeit der Teilrepubliken wie gewünscht eintrat. Der Kreml-Aufsteiger A. Lebed (20.4.1950) zeigt ein Trigon, mit der Sonne genau in der Halbsumme.

Ein gesellschaftskritischer, futuristischer Schriftsteller war George Orwell (25.6.1903, 11 h 30, Motihari/Ind (Zeitzone +5h21)); bei ihm finden wir ein Quadrat.

Und eine Opposition zeigt schließlich der Forscher und Entdeckungsreisende Sven Hedin (19.12.1865).

Aus allen Daten können wir inhaltliche Schlüsse ziehen, auch aus den Eigentümlichkeiten der verschiedenen Persönlichkeiten. Die angeführten Ereignisse geben darüberhinaus Hinweise auf künftige Kristallisationspunkte, auf Bereiche bzw. Orte, wo sich kommende Aspekte der Planeten auswirken.

Theorie und Empirie zusammenfassend, was bedeuten diese Jupiterverbindungen nun?

Aufgrund des schillernden, sich Begriffen entziehenden Charakters von Neptun ist Jupiter/Neptun schwierig festzunageln, wir wollen es aber dennoch versuchen:manchmal geht eben gar nichts mehr

  1. Die Konstellation scheint (zumindest auf lange Sicht) positiv für die Gesellschaft, vor allem für die Schwachen - auch wenn es vorübergehend zur Rechtsbeugung kommt (im Namen einer Ideologie), zur Verletzung von Menschenrechten, dass Humanität kleingeschrieben wird.
  2. Der Konstellation entspräche ein offener Geist, ein erweiterter Bewusstseinszustand - und sei dieser "nur" ökologisch, im Sinne von "alles ist mit allem verbunden". (Jupiter/Neptun sind wörtlich geheimnisvolle Zusammenhänge, unerforschliche Ratschläge.) Das sog. Grenzwissen, Parapsychologie, Visionäres fällt hierunter.
  3. Mundan, in den Niederungen des Weltlichen verkörpert sich die himmlische Liebe, der mystische Glaube u.a. im Katholizismus. Dieser erlebt immer wieder Perioden der Schwächung, d.h. die Konstellation begleitet Phasen eines gewissen Niedergangs von Papsttum und Kirche, sowie von Justiz bzw. Moral generell.
  4. Wirtschaftlich steht Jupiter/Neptun für zügelloses Wachstum, immensen Profit - der sich am ehesten an der Börse erzielen lässt (aber auch in Nichts zerfallen kann) bzw. für die breite Masse zur Inflation führt. Eine Krise oder Enttäuschung bzw. Kursverluste (wenn wir uns ver-spekuliert haben) wollen unser Augenmerk auf immaterielle Werte lenken…
  5. In jedem Land, das von Ausländern/ Asylanten überschwemmt wird, wächst einerseits Abwehr und Intoleranz - aber auch die Chance zur Völkerverständigung.
  6. Politisch steht die Konstellation eher für das rechte Lager (für das Großkapital, bestenfalls für die Liberalen).

Die Konstellation Jupiter/Uranus lässt sich folgendermaßen umreißen:

  1. Wir haben es zu tun mit einer günstigen Wendung, einem Höhepunkt, auffälligen Phänomen. Es kommt zur höheren Einsicht (Intuition, Geistesblitz), zur genialischen Synthese bzw. Integration. Geweckt werden neue Perspektiven, möglich ist eine technische Innovation, ein Erfolg insbesondere in der Luft- und Raumfahrt.
  2. Ein betonter Optimismus/ hoffnungsfroher Zukunftsglaube, ein in die Ferne weisendes, utopisches Moment stellt das bisherige Weltbild infrage.
  3. U.U. passieren Anschläge, eine plötzliche Spannungsentladung - wenn Jupiter nicht gerade lindernd wirkt (doch kann er das aktuell mit Pluto im Hintergrund?), dass ein Funke angestaute Konfliktpotentiale entzündet.
  4. Wirtschaftlich ist sowohl ein Kollaps als auch ein Boom denkbar.
  5. In Glaubensdingen spielen die Neureligionen eine größere Rolle, sowie das Gruppenhafte, Nicht-Hierarchische. Zu rechnen ist mit Veränderungen der Kirche (in Richtung Ökumene), z.B. mit der Aufhebung des Zölibats, einer Zulassung von Frauen zum Priesteramt.
  6. Gesellschaftlich ist ein Generationenwechsel zu erwarten, ein Umbruch - hin zu mehr Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden, Unabhängigkeit. Die Grund- und Bürgerrechte werden zum Thema, gefragt sind Aufbau plus Fortschritt, d.h. eher die Sozialdemokratie (politisch erhält die Linke Aufwind).

Was verheißt nun Jupiter in Kombination mit Uranus/Neptun? Die Untersuchung früherer Uranus/Neptun-Konjunktionen zeigt nur jedes vierte Mal einen Transit Jupiters im engen Orbis (von 4°). Der Orbis der diesmaligen Konjunktion der drei Planeten kann als durchschnittlich bezeichnet werden (manchmal findet gar keine Berührung statt, läuft Jupiter gerade in einer ganz anderen Ecke des Tierkreises). Dass der Übergang Jupiters nach der eigentlichen Uranus/Neptun-Konjunktion erfolgt, gibt ihm die Gelegenheit, das krönende "i-Tüpfelchen" zu spielen (letztes Mal transitierte er die beiden 1817 zu früh). Und nicht zu vergessen: die Konjunktion der vergangenen Jahre war die erste seit der Entdeckung Neptuns, und Uranus agiert inzwischen "zuhause", mit starker "Hausmacht"...

Einen ersten Hinweis auf mögliche Manifestationen gibt der Friedensschluss zwischen Israel und der PLO (am 13.9.1993, 11 h 42 EDT (= +4h), Washington) mit Jupiter und Mars im Quadrat zu Uranus/Neptun. Der "sanfte Zwang", den Clinton vor dem Händeschütteln Rabins und Arafats ausübte, lässt sich auf das Quadrat zwischen Saturn und Pluto schieben. Doch löste sich dies "Gezwungene" mit der demonstrierten Versöhnung nicht gleich in Luft auf (Jupiter trägt ja derzeit Pluto ins Saturn-Zeichen hinein). Das geschlossene Abkommen ist ausgesprochen brüchig bzw. die Fortsetzung des Friedensprozesses mit Uranus (und bald auch Neptun) im Wassermann mehr als fraglich!

Im Negativen kann die Mischung der drei Planeten zu Erdbeben, verstärkter Vulkantätigkeit (u.a. des Pinatubo, s.u.) führen. Meteorologisch sind zusätzliche Unwetter und Überschwemmungen zu befürchten, mit Pluto im Schützen auch ein ökologischer Unfall, z.B. durch einen Öltanker (der das Meer verseucht), ein chemisches (Giftgas-) Unglück oder dass gar irgendwo die Kernkraft außer Kontrolle gerät. Politisch wäre mit einem größeren Ereignis in Russland (Jelzin betreffend?) zu rechnen, sowie in China (s.u.), und zwar dort über die bloße Einverleibung Hongkongs bzw. eine wirtschaftliche Prosperität hinausgehend.

Grundsätzlich verlangt der Aspekt ja sozial wie ökonomisch ein Mehr an Kooperation bzw. Solidarität, eine höhere Einheit/ Ganzheit zu erringen. Evtl. verschärfte Turbulenzen wollen einen neuen Gemeinschaftssinn stiften - Jupiter wirkt zu guter Letzt mäßigend auf den hemmungslosen Individualismus!

Uranus, Neptun, sowie Jupiter sind auch gewichtige Indikatoren der Astrologie. Ein spezielles, publikumsträchtiges Geschehnis lässt sich diesbezüglich zwar kaum vorstellen - doch erhält das mit Uranus im Wassermann sowieso erwartete "Hoch" unserer Zunft mit den beiden Konjunktionen fast schon Gewissheit.

Wissen ist besser als GlaubenMerkwürdigerweise zeigen auch UFO-Sichtungen häufig eine maßgebliche Beteiligung der drei Planeten. Und dies passend zur Logik der Symbole: Jupiter steht für das Sakrale der Erscheinungen, für das erhebende Empfinden beim Betrachter, dass eine (wachsame, ordnende) Macht über dem Irdischen existiert, uns vielleicht gar aus unserem Elend errettet... Uranus wäre u.a. das Alarmierende, Beunruhigende, Aufregende (die evozierte Hysterie, Panik), auch das Außergewöhnliche, Kosmische (der "Brüder aus einer anderen Dimension"), sowie die physikalisch unmöglichen Zickzackbewegungen der Flugkörper. Über Jupiter hinausreichend bedeutet Neptun die völlige Transzendenz bzw. Grenzüberschreitung, das Unfassliche, Numinose (das zugleich Anziehende, Faszinierende, aber auch Angstauslösende), und nicht zuletzt das unglaubwürdige, illusorische, irreale Moment des Phänomens - welches nichtsdestotrotz erhebliche subjektive Überzeugungskraft besitzt. Neptunisch sind auch die berichteten Entführungen, das Schwebende der "Untertassen" sowie ihr periodisches (wellenartiges) Auftreten - das wie eine ansteckende Krankheit um sich greift, und dass Regierungsstellen wie Militärs daraus ein Geheimnis zu machen versuchen.

Doch spekulieren wir nicht über eine "Invasion aus Andromeda", sondern halten uns an die "hard facts". Nachstehend sind eine Reihe von Ereignissen und Personen angeführt, die Anfang '97 von Jupiter/Neptun und/ oder Jupiter/Uranus transitär betroffen werden. Darunter befinden sich etliche Daten aus dem Jahre '91 – als Saturn lange um 5° Wassermann pendelte, z.T. mit Jupiter in Opposition dazu. Obwohl ich mein Archiv systematisch durchforstete, erhebt die folgende Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Repräsentativität. Das Augenmerk wird aber schon auf einige der zu erwartenden Brennpunkte gelenkt. Was die Transite über die verschiedenen Horoskoppunkte im einzelnen bedeuten können, überlasse ich der Phantasie und Kombinationsgabe des Lesers. Passieren muss nichts Schlimmes, wie gesagt schon gar nicht unmittelbar in den Tagen des Transits. Nach H. Andersen wirken sich solche Konjunktionen eh immer erst ein paar Jahre später aus. Die vermutlich relevante Opposition Jupiters zu Neptun bzw. Uranus erfolgt jedenfalls erst im Jahre 2003 (wenn dieser in die Fische wechselt).

Los geht’s mit Saddam Hussein (28.4.37) - dessen Jupiter auf 26,9 Steinbock berührt wird.

Sodann besitzt China eine besondere Resonanz für die Konjunktionen: in den Staatshoroskopen von 1912 (1.1. und 12.2.) finden wir Uranus auf 28,3 Steinbock bzw. 0,7 Wassermann. Die Volksrepublik des 1.10.1949 hat einen Aszendenten von 6,0 Wassermann, sowie den Mond kurz davor. Dieses Radix zeigt Ähnlichkeiten mit dem der DDR (vom 7.10.49), speziell hinsichtlich der sensiblen Uranus-Position (welcher sich 1989, u.a. beim Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens, dazu in Opposition befand). Wenn sich nun der Aszendentenherrscher im fünften Haus nach gut fünfzig Jahren ähnlich prompt auslöst wie bei der Aufhebung der DDR im Herbst '90, so wäre - nach Döbereiners Regel - ein neues chinesisches Staatsgebilde für den Frühsommer 2000 zu erwarten.

Beim Ausbruch des Vulkans Mt. Pelée (am 8.5.1902) stand Saturn auf 27,8 Steinbock.
Der Ausbruch des Pinatubo (am 12.6.91) war begleitet von einer Venus/Saturn-Opposition auf ca. 6,1 Wassermann resp. Löwe.

Das Erdbeben von Kobe (17.1.95) hatte Sonne/Uranus auf 26,3 Steinbock und den Mond in exakter Opposition dazu.
Das Erdbeben von Los Angeles genau ein Jahr zuvor zeigt Sonne/Venus auf 27,2 Steinbock und Merkur auf 5,9 Wassermann.
Bei demjenigen von Lemon/ Costa Rica des 23.4.91 finden wir Saturn auf 6,4 Wassermann.
Und beim Beben von Kansu/ China (am 16.12.1920) stand die Venus auf 4,8 Wassermann.

Die Wahl Gorbatschows zum Sowjetführer (am 11.3.85), d.h. die Ablösung der Altherrenriege, der Beginn von Perestroika und Glasnost, fiel in den letzten Aufenthalt Jupiters im Wassermann (7,1°). Sein Rücktritt (und damit die Auflösung der Sowjetunion) erfolgte knapp sieben Jahre später, am 25.12.91 (mit Saturn auf 5,1 Wassermann). Der sozialistische Wirtschaftsbund RGW (Comecon) hörte am 28.6.91 auf zu existieren (Saturn 5,5 Wassermann). Und das Ende des Militärbündnisses Warschauer Pakt wurde - vom Kreml unfreiwillig, unter Widerständen - am 31.3. bzw. 1.7.91 vollzogen (Saturn auf 5,1 bzw. 5,3 Wassermann). Jelzins Sonne liegt mit 11,5 Wassermann zwar etwas weitab vom Schuss; sein Mars auf 5,0 Löwe befindet sich jedoch durchaus im Orbis! (Wir sollten nicht vergessen, dass in Russland - wie ehedem in Weimar - die Demokratiegegner der Linken und Rechten in der Mehrheit sind.)

Im Horoskop der USA (vom 4.7.1776) steht Pluto auf 27,6 Steinbock.
Was Bill Clinton (19.8.46) angeht, so sitzt der Mars des Konjunktionshoroskops (Jupiter/Uranus) direkt auf seiner Mars/Neptun-Konjunktion (mit Venus) am Aszendenten, somit Saturn auf seinem Deszendenten! Das Datum seines zweiten Amtsantritts fällt mitten in die Periode der beiden Konjunktionen (in die Nähe des Schnittpunktes), was wohl nicht bloß ein Hochschwemmen seiner Sexaffären bedeutet.

Um das Horrorszenario zu komplettieren, sei noch die Kubakrise (des 22.10.1962) angefügt - mit Saturn auf 4,9 Wassermann und Mars auf 5,3 Löwe,
sowie der historisch erste Panzereinsatz (vom 15.9.1916, an der Westfront), wo sich Mars, Venus, Jupiter und Neptun (und evtl. der Mond) auf ca. 5° der fixen Zeichen bewegten, und Saturn auf 27,6 Krebs.

Was Deutschland anbelangt, so wurde am 20.6.91 durch die Stimmen der PDS Berlin zur Hauptstadt gekürt (Saturn 5,9 Wassermann). Das Horoskop der neuerlichen Einheit (3.10.90) zeigt den Aszendenten auf 4,3 Löwe und den Mondknoten bei 3,9 Wassermann.
Am 1.4.91 fiel Treuhandchef Rohwedder einem terroristischen Anschlag zum Opfer (Saturn 5,2 Wassermann).
Willy Brandt (18.12.1913) hatte einen Uranus von 5,3 Wassermann.
Bei Hans-J. Vogel (3.2.1926), einem seiner Nachfolger, finden wir Merkur/Jupiter auf ca. 5,7 Wassermann.
Außenminister Kinkel (17.12.36) hat die Venus auf 6,4 Wassermann.
Beim Dritten Reich (30.1.1933) ist die Konjunktionsstelle durch Merkur (4,1°) und Saturn (7,5°) besetzt.
Die neugegründeten ostdeutschen Rundfunk- und Fernsehanstalten (MDR und ORB, 1.1.1992) haben den Saturn auf 5,9 Wassermann.

Lady Diana, Princess of Wales Und tangiert wird sogar die Anthroposophische Gesellschaft (2./3.2.1913) mit Merkur/Uranus auf ca. 5,2 Wassermann.

Material für die Boulevardpresse dürfte wieder einmal Caroline von Monaco liefern (23.1.57, Sonne 3,1 Wassermann, Uranus 5,0 Löwe).

Ebenso Lady Di (1.7.61, Jupiter 5,1 Wassermann) und Prinz Charles (Aszendent 5,5 Löwe).

Wright-Flug in Kitty Hawk Der erste gelungene Flugversuch der Gebrüder Wright (die offizielle "Geburt" des Motorflugs) am 17.12.1903 zeigt Mars auf 4,1 und Saturn auf 6,5 Wassermann.

Beim Raumflug des Kosmonauten Gagarins (am 12.4.61) stand Saturn auf 29,3 Steinbock und Jupiter auf 4,3 Wassermann.
Und als am 28.1.86 so dramatisch die Challengerrakete explodierte, betrug die Merkurposition 6,1 Wassermann.

Im Staatshoroskop Ägyptens (vom 18.6.1953) befindet sich der Mondknoten auf 5,1 Wassermann (zwei Tage zuvor, beim Aufstand in der DDR stand er auf 5,3).
Der Jom-Kippur-Krieg (des 6.10.73) zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn zeigt den Mond bei 5,5 Wassermann.

Im Horoskop Indiens (vom 26.1.1950) steht die Sonne auf 5,6 Wassermann. Beim Attentat auf R. Gandhi am 21.5.91 bewegte sich hier der Saturn (6,8°). Drei Wochen vorher, bei der Flutkatastrophe von Bangla Desh (am 30.4.) stand er auf 6,6°.

Indonesien (27.12.1949) hat einen Jupiter von 5,5 Wassermann.

C. Aquino (25.1.1933), die vormalige Präsidentin des Nachbarstaates (und Pinatubolandes) Philippinen zeigt Merkur auf 26,2 Steinbock und Sonne/Saturn auf ca. 6,0 Wassermann.

An derselben Stelle finden wir auch die Venus Rumäniens (22.12.1989 bzw. 30.12.1947).

Sowie den Saturn des ersten Wohnwagens der Caddys in der Findhorn Bay (dazu den Mond auf 5,3 Löwe)...

(geschrieben 1996)

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