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Das Medium Coeli (die Himmelsmitte),

zeigt das "Ergebnis" eines Horoskopes, die Bestimmung, Aufgabe und das Lebensziel einer Person. Ablesbar ist hier die Richtung des seelischen Reifungsprozesses, wohin jemand will, wie die Lösung der inneren Gegensätze, Konflikte und Spannungen etwa aussieht, auf welche Eigenschaften es letztlich ankommt bzw. welche Qualitäten zu entwickeln nötig wären.
Als höchster Punkt im Horoskop sagt die Himmelsmitte auch viel über die Bedeutung und Funktion, die man in der Welt einnimmt - allerdings mehr über die BerufUNG als über die konkreten Arbeitstätigkeiten.

 

Die Himmelsmitte (das MC) im Stier

Lebensziel ist eine "Verwurzelung", sich zu verankern in der Welt, dort Sicherheit, Festigkeit bzw. Stabilität zu gewinnen. Angestrebt wird, sich von seiner Berufung auch tatsächlich ernähren zu können, in ihr eine materielle Existenzgrundlage zu finden. Nach außen hin ein solider Charakter, ruhig, bodenständig, zuverlässig und treu, steckt hinter der "braven" Fassade doch auch eine starke Triebnatur, herrschen in der Seele Sinnlichkeit und Leidenschaft bzw. ungestillte Bedürfnisse und Nöte. In der Tiefe brodelt es gewissermaßen, drängen intensive Wunschvorstellungen ans Tageslicht, nagt ein emotioneller Hunger (nach Liebe), existieren Unzufriedenheiten und Unausgegorenes, auch Hass und Gewalt! Innerlich sozusagen ein Vulkan, käme es darauf an, seine (z.T. extremen) psychischen Spannungen einigermaßen zu beherrschen, die zerreißenden Seelenkämpfe tragfähig und dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Beharrlichkeit und Zähigkeit zeichnen einen aus, an einem Gegenstand wirklich dranbleiben zu können. In der Tat ist in etlichen Lebenslagen schlichtweg Geduld von einem gefragt, d.h. an den Dingen kontinuierlich, langsam und stetig zu arbeiten. Gelingt dies, gedeihen die "Früchte" einer ausgeübten Beschäftigung wie von selbst bzw. die für einen speziellen Eigenschaften und Qualitäten entwickeln sich prächtig - und man wird fast automatisch zu einer Kapazität auf seinem Fachgebiet. Die Schattenseite der phänomenalen Ausdauer ist allerdings, Sachen auch liegen lassen zu können, ihre Erledigung auf die lange Bank zu schieben...
Eine große Rolle spielt die Bezugsgruppe; sie gibt einem den entscheidenden Rückhalt bzw. die benötigte Stütze im Leben. Die Bedeutung von Faktoren wie gesellschaftliche Position, Status und Etikette sollte nicht unterschätzt werden - bringen diese doch auch menschliche Anerkennung sowie die erforderliche Bestätigung des Selbstwertes.
So sehr die Einbindung in eine Gemeinschaft auch gewünscht, so gern Verantwortung für andere übernommen wird, heißt es aber doch aufzupassen, dass bei einer "Aufopferung" keine unzulässige Vereinnahmung ("Versklavung") erfolgt oder es gar zu einer Korruption der von einem hochgehaltenen Werte kommt. Vorsicht vor jeglicher Selbstaufgabe (etwa nur um dazu zu gehören)! Grundsätzlich gilt es, der eigenen Natur treu zu bleiben - d.h. zwischen sich und anderen auch entsprechende Trennlinien zu ziehen, sich auch von seinen Begleitern (Kollegen und Mitstreitern) deutlich abzugrenzen. Gut wäre eine gewisse Eigenständigkeit, sprich: seinen Eigenraum zu wahren (bei aller Nähe oder gar Intimität), sowie diesen geachtet bzw. respektiert zu wissen, einen ungestörten Platz ("nur für mich alleine") zu besitzen. Jedes symbiotische (bloß dem Zusammenhalt als solchem nützliche) "Pflichtbewusstsein" für eine Gemeinschaft ist tödlich für die Individualität - und dient letztlich keinem!
Kritisch sind jedoch vor allem die insgeheim von einem selbst gehegten Erwartungen und Ansprüche – welche unversehens in Abhängigkeiten (oder gar Machtspiele) ausarten können. Achtung: Wer sich zu sehr auf etwas oder jemanden fixiert, beispielsweise aus bloßer ("lieber"/ "alter") Gewohnheit an einem Partner (bzw. an dem von diesem aufgebauten Vorstellungsbild) auf Teufel komm raus festhält, dem bleiben böse Überraschungen selten erspart!
Aus der Kindheit resultieren so einige für einen typische Prägungen und Empfindungsmuster - auch problematischer Natur. Diese "Komplexe" müssen im Verlaufe des emotionalen Erwachsenwerdens allmählich aufgelockert bzw. überwunden werden... Doch heißt es hierbei keinesfalls gewaltsam vorzugehen, nichts übers Knie zu brechen, vielmehr jeweils den natürlichen Reifungs- und Ablöseprozess vertrauensvoll abzuwarten. Fundamentale seelische Wandlungen (psychische "Krisen") sind im Leben ja praktisch unvermeidlich. Dabei "sterben" die auf rein Vordergründiges gerichteten Gelüste jedoch fast von selbst (was am Ende bleibt, ist die Substanz) - und zwar dann, wenn sie erst einmal hingenommen (bei einem selbst toleriert) werden. (Merke: es hat nur derjenige wahren Charakter, der auch zu seinen vermeintlich negativen Seiten steht!) Ein bedeutsamer Punkt in diesem Zusammenhang ist das körperliche Befinden - sich in seiner Haut schlichtweg wohl zu fühlen. Sich guten Gewissens auch mal etwas zu gönnen (sich "fleischlichen Genüssen" nicht zu versagen), trägt maßgeblich zur Selbstakzeptanz bei - mögen einen andere auch als "satten, bequemen Lustmolch" oder dergleichen verspotten...
Das Dunkle und Bedrohliche im persönlichen Unbewussten sollte in die "heile Welt" des Oberstübchens möglichst integriert werden. Als Trost in den dazu notwendigen Prozessen mag dienen: Unangenehm und schmerzhaft sind die emotionalen Reinigungen und Umwälzungen nur, solange man sich gegen eine persönliche Veränderung sträubt. Werden die seelischen "Wandlungen" bzw. "Häutungen" jedoch in ihrem Sinn und Zweck eingesehen und bejaht, lassen sich dadurch ungeahnte Schätze bergen, offenbart sich gerade in dem auf den ersten Blick Unappetitlichen ("Schmutzigen") der Keim einer neuen Kreativität - und Liebe.

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